5 Gründe warum Adobe Rush die Videoproduktion mit Smartphones deutlich verbessern wird

Adobe Rush

Videos mit dem Smartphone produzieren: Klar, schon länger möglich, aber wenn es professionell umgesetzt werden soll – gerade auch von jenen, die nicht viel Erfahrung mit Videoproduktion haben – wird es schwierig. Hier soll Adobes neustes Baby, Projekt Rush, Abhilfe schaffen.

Im Journalismus und in Firmen, die viel Videocontent für ihre Kommunikation nutzen, ist die Videoproduktion mit Smartphones ein flexibles und effizientes Mittel.

Zumindest in der Theorie. Zwar gibt es eine Vielzahl verschiedener Apps für Aufnahme, Schnitt, Farbkorrektur, usw. – aber diese greifen nicht ineinander, ein einfacher Workflow ist nicht möglich. Und wer schon mal probiert hat, mit vorgefertigten Elementen wie Bauchbinden etc. innerhalb solcher Projekte zu arbeiten, der weiß: wird schwierig.

Das soll mit Project Rush anders werden. Adobes neuste Anwendung soll auf Smartphones, Tablets und Desktops funktionieren und gegen Ende des Jahres erscheinen. Wir durften ausprobieren und mit Adobe sprechen. Und glauben, dass die App vieles einfacher machen wird. Aus Gründen. Deren fünf.

Erstens: von der Aufnahme direkt ins Projekt

Mit Adobe Rush lassen sich Videos nicht nur bearbeiten, Rush hat auch eine Kamera-App integriert. Diese orientiert sich im Handling an den gängigen, auf den Smartphones vorinstallierten, Kamera-Apps. Allerdings mit dem Unterscheid, dass es eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten gibt: von Format und Auflösung bis zu Fokus, Belichtung und Weißabgleich. Die aufgenommenen Clips lassen sich direkt auswählen und in das Projekt bzw. die Schnittsequenz übernehmen.

Zweitens: Für Anfänger und Pros

Wen die oben genannten Einstellungsmöglichkeiten überfordern, der muss sie nicht nutzen. Sowohl bei der Aufnahme als auch im Schnitt lässt sich zwischen einem normalen und einem Pro-Modus wechseln. Heißt: man kann auch als wenig versierter Anwender die App nutzen, ohne dass sie einen überfordert. Im Pro-Modus lassen sich dann die oben genannten Einstellungen für die Kamera ändern, man hat mehr Einstellungsmöglichkeiten bei der Farbkorrektur im Schnittmodus usw.

Drittens: Alles synchronisiert und auf allen Devices

Nimmt man mit der Kamera-App auf, werden die Videodateien in Adobes Creative Cloud gespeichert. Und auch das ganze Projekt inklusive der Schnittsequenz wird dort abgelegt und ständig synchronisiert. So ist es möglich vom Schnitt auf dem Smartphone zum Tablet oder den Laptop zu wechseln. Je nachdem, was zur Verfügung steht und worauf man lieber arbeitet. Und wenn das Netz mal schlecht oder gar nicht vorhanden ist? Man kann jederzeit auch offline in dem Projekt arbeiten, sobald die Verbindung wieder steht wird dieses dann synchronisiert.

Viertens: Nahtlos in den Adobe Videokosmos integriert

Rush basiert auf Adobes Pro-Produkten Premiere, After Effects und Audition – und das hebt Rush deutlich von anderen Video-Apps für Smartphones ab. So erkennt die KI aus Audition ob es sich beim Ton um Musik, Atmo oder Sprache handelt. Das ist vor allem hilfreich, wenn man das Video mit Musik unterlegen will und die Musik bei den Sprachsegmenten automatisch leiser abspielen will (Auto-Ducking).

Nur eine nette Spielerei im Vergleich zur Nutzung von Templates: Grafische Elemente können in After Effects erstellt und dann in Rush genutzt und angepasst werden. Perfekt für Bauchbinden, die mit Logos und CI-konform im Video auftauchen sollen. Auch Vorlagen für Farbkorrekturen können in Premiere erstellt und für den Rush-Nutzer bereitgestellt werden.

Die Integration in den Adobe Kosmos ist hierbei keine Einbahnstraße: Rush-Projekte können in Premiere geöffnet und weiterbearbeitet werden. Das ist vor allem dann praktisch, wenn vor Ort ein Video aufgenommen und der Rohschnitt erstellt werden soll, ein versierter Cutter das Video in Premiere aber noch feintunen will.

Fünftens: Direktes Veröffentlichen

Die fertigen Videos lassen sich direkt auf diversen Plattformen veröffentlichen, ob das nun Facebook, Instagram, YouTube oder die eigene Website ist. Thumbnails, Texte, Keywords, Veröffentlichungszeitpunkte – all das kann man direkt in der App einstellen, ohne das Video rausspielen oder sich gesondert auf der jeweiligen Plattform einloggen zu müssen.

So gut sich das auch anhört: diese Features sind alle versprochen, gezeigt und teilweise auch durchgetestet. Aber wie immer, wenn etwas Neues entsteht, am Anfang wird’s hier und da wohl noch was hängen. Wenn aber alles funktioniert bleibe ich dabei: Dann wird Adobe Rush die Videoproduktion mit Smartphones deutlich vereinfachen und verbessern.

Wir haben auf der VidCon mit Steve Forde von Adobe gesprochen und uns eine Einführung in Project Rush geben lassen. Deutsche Untertitelung ist vorhanden.

Interesse an Schulungen und Workflows zur Videoproduktion mit Smartphones? Dann nimm gerne Kontakt mit uns auf.